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[Moms area] – Leben in der Warteschleife

Als Mutter braucht man starke Nerven, das wissen wir. Außerdem Ausdauer und Geduld, ja und Zeit. Wieviel Zeit man als Mutter mit Warten verbringt, ist euch das bewusst? Erst wartet man 9 Monate bis das Baby auf die Welt kommt. Dann wartet man auf den ersten Zahn, auf die erste durchgeschlafene Nacht, man wartet auf den ersten Schritt. Später wartet man auf einen Kita-Platz. Irgendwann wartet man beim Sport. Man wartet bei diversen Veranstaltungen. Dann wartet man, dass die die Kids zum verabredeten Zeitpunkt nach Hause kommen. Und irgendwann warten wir, dass sonntags jemand vorbei kommt und uns besucht.

Wie oft ich irgendwo sitze und warte. Ich habe mir mal – natürlich während der Wartezeit – Gedanken gemacht und zusammengezählt, was ich an Warterei für zwei Kinder während einer Woche jede Woche so habe. Es sind pro Woche alleine ca. 345 Minuten die ich beim Sport warte. Was man während dieser Zeit alles machen könnte! Ich sehe mich z. B. beim joggen, was hätte ich trainierte  Beine. Oder Wäsche waschen. Ich sehe mich nach Hause kommen, in eine aufgeräumte Wohnung in der mich keine Wäscheberge erwarten. Oder Fenster putzen, oder Klamotten ausmisten, oder oder oder. Aber die Realität sieht anders aus. Ich muss einsatzbereit sein, während des Wartens. Und so sitze ich da und warte.. beim Ballett, beim Judo, beim Fussball.. Wir befinden uns in einer Altersklasse, in der es erforderlich und erwünscht ist, als Elternteil anwesend zu sein, um im Falle einer Verletzung das Kind betreuen zu können. Dann schlüpfe ich in meine Rolle als Sanitäter. Flexibilität ist eine enorm wichtige Eigenschaft von uns Müttern.

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Weiter gehts.. ich benötige für 5 Werktage (oder nennen wir es Schultage) pro Woche morgens mindestens 50 Minuten Wartezeit für Dinge wie Schuhe anziehen (Ja  gleich, warte ganz kurz! – ist der Satz den ich täglich mehrfach zu hören bekomme).

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Dazu kommt eine wöchentliche Wartezeit beim abholen aus dem Hort von grob geschätzt 45 Minuten, für diverse Dinge die fertig gestaltet/besprochen/eingesammelt werden müssen.

Unzählige Wartezeit bei diversen Arztbesuchen! Was man mit Kindern beim Arzt mit warten zubringt, kann man in Minuten nicht mehr zählen. Während der Kleinkindphase beträgt diese weitaus mehr als im Grundschulalter. Dafür kommen später jedoch andere Wartezeiten hinzu.

Ich habe in meinen nun 9 Jahren als Mutter gelernt, ein wenig in mich zu gehen und die Wartezeit zu nutzen um abzuschalten. Ich versuche ein wenig herunter zu fahren und etwas Energie zu tanken. Manchmal mache ich ganz verrückte Dinge und lackiere mir zum Beispiel die Nägel während dieser Zeit! Uuuuhh! Und ich muss sagen, meistens ist die Warterei ja ganz angehm, denn es gibt da draußen eine unwahrscheinlich große Anzahl wartender Mütter. Und mit diesen kann man während der Wartezeit wunderbar tratschen und sich austauschen. Das Leben wäre doch nur halb so schön ohne unsere Wartezeit!

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xoxo

Eure Anjanka

 

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