Brille2

[LASIK] – Meine Augenlaserkorrektur – Care Vision

In den letzten Monaten habe ich immer wieder von nahen oder fernen Bekannten gehört, dass sie erfolgreich ihre Augen lasern lassen haben. Schon länger befasste ich mich mit dem Gedanken. Bei meinen -2,5 Dioptrin auf beiden Seiten und einer leichten Hornhautverkrümmung rechts, waren die Werte optimal für eine Lasikbehandlung. Ohne Brille oder Kontaktlinsen sah ich soviel wie ein Maulwurf. Auch wenn ich ein Brillengesicht habe, mich nervte die Brille einfach! Kontaktlinsen sind hier zwar eine Alternative, aber ich neige zu sehr trockenen Augen und da kann man die Linsen auch nicht ewig drin lassen. Außerdem habe ich nur Tageslinsen vertragen, und das sind die kostenintensivsten. Nach einigen Recherchen bin ich auf Care Vision in Frankfurt gestoßen. Diese habe ich Anfang April per Mail kontaktiert und ein Profil abgegeben.

Brille3
vorher noch mit Brille

Mittwoch 26.04.17

Am 26. April hatte ich bereits meinen ersten Beratungstermin. Dieser war kostenlos. Es wurden diverse Tests gemacht. Sehtest, die Hornhautdicke wurde gemessen, die Pupillengröße, usw. Dann ging es zum Gespräch in einen anderen Raum. Dort wurde an einem anatomischen Augen gezeigt und erklärt, wie es zur Sehschwäche kommt und was während der OP mit Lasertechnik vorgenommen wird. Da ich eine sehr glatte Hornhaut habe und die Werte wie schon erwähnt im Normbereich lagen, konnte die Lasik-Methode bei mir ohne Probleme angewendet werden. Wenn es so einfach ist, wie es klingt, spricht dem Vorhaben nichts dagegen!

Dienstag 02.05.17

Schon in der darauf folgenden Woche habe ich einen Termin zur augenärtztlichen Untersuchung wahrgenommen. Hier wurde erneut alles mögliche gemessen und von einem Augenarzt genauestens untersucht. An diesem Termin darf man kein Auto fahren, da hier Tropfen verabreicht werden, durch welche man anschließend verschwommen sieht. Dieser Termin kostet 40 Euro. Wenn hier alles ok war, spricht nichts mehr gegen eine OP und ein Termin zum Lasern konnte nun vereinbart werden. Man erhält an diesem Termin auch vorab schon ein Rezept mit diversen Augentropfen, welche man ab dem OP-Tag für einige Wochen benutzen muss. Die Tropfen sind kostenpflichtig und man zahlt 60-70 Euro.

Samstag 06.05.17

Mein OP-Termin! Schon in der selben Woche wollte ich den Eingriff wagen. Warum lange drum herum reden. Wenn ich mich bei den vorherigen Terminen wohl gefühlt habe und mir die Ärzte seriös und kompetent erschienen, dann konnte ich es jetzt auch wagen! So hatte wenigstens nicht mehr viel Zeit für Grübeleien. Man soll ausreichend frühstücken, um für einen stabilen Kreislauf zu sorgen. Es wird auf Wunsch eine Beruhigungstablette verabreicht. Diese sollte man auch nicht auf nüchternen Magen nehmen. Natürlich kommt am OP-Tag trotzdem eine gesunde Menge an Aufregung dazu. Schließlich wird ein Eingriff am Auge vorgenommen. Und außerdem war ich aufgeregt, wie es wohl sein wird, anschließend ohne Brille gut sehen zu können! Noch konnte ich es mir gar nicht vorstellen.

Zuerst wurde eine dieser diversen Messungen vorgenommen, wie auch schon die beiden vorherigen Male. Dann ging es noch einmal zu einem Gespräch. Dort wurde der Tropfplan noch mal besprochen. Es wurde der Bezahlvorgang besprochen, ob das Geld überwiesen wurde (ganz wichtig!), bzw. könnte man auch mit EC-Karte zahlen. Und die Tablette habe ich da bekommen. Es dauerte nicht lange und die Wirkung setzte ein. Angst hatte ich keine mehr. Nach ein wenig Warterei wurde ich für den OP vorbereitet. Schicker Kittel und Häubchen an, es wurden 2x Tropfen zur Betäubung verabreicht und ich bekam zwei Gummibälle in die Hand – falls es stressig wird während dem Eingriff (- ich habe tatsächlich die ganze Zeit über diese Bälle geknetet- ). Die Betäubungstropfen fingen super schnell an Wirkung zu zeigen. Meine Augen wurden extrem schwer und ich hatte Mühe sie richtig offen zu halten. Dann ging es rein und ich legte mich um 12:53 Uhr auf den OP-Tisch. Zwei Augenärzte waren anwesend und erklärten jeden Schritt genau. Das rechte Auge wurde nun fixiert, damit es offen bleibt. Das linke wurde abgedeckt. Durch die Tropfen hat man wirklich überhaupt kein Problem, die Augen offen zu halten (- mit Hilfe der Klammer -) ohne zu blinzeln. Man muss auf einen leuchtenden grünen Punkt schauen und darf sich nicht mehr bewegen. Der Flap ist ja eigentlich das Unangenehmste bzw. das wovor die Meisten die größte Angst haben. Ich sah nur etwas verschwommen eine Hand die mit so etwas wie einem kleinen Spatel an meinem Auge hantiert. Gespürt habe ich nichts. Es erschien mir, als würde jemand mit einem kleinen Spatel eine Kontaktlinse in mein Auge setzen und diese glatt streichen. Der Laser macht ein brummiges Geräusch. Dieses wurde mir vorher demonstriert, damit ich nicht erschrecke, wenn es einsetzt. Jemand (der 2. Arzt oder die Arzthelferin) zählt aufwärts.. 40%, 60% 75%, 100%. Geschafft. Nun wurde der Flap wieder zurück geklappt, es wurden Tropfen verabreicht, die Fixierung gelöst und das Auge durfte ich schließen. Das zweite Auge empfand ich als etwas unangenehmer. Warum, kann ich gar nicht sagen. Zumal das linke auch das bessere Auge ist und ich erwartet hatte, dass das rechte Auge mehr zickt. Naja, um 13:00 durfte ich mich wieder aufrichten. Der Eingriff hat ganze 7 Minuten gedauert. Danach wurde ich in einen Ruheraum gebracht. Mit geschlossenen Augen saß ich in einem gemütlichen Sessel, es gab ein Glas Wasser und Kekse, und alle 15 Minuten kam jemand rein zum Tropfen. Antibiotika, Kortison, Befeuchtung. Nach dem ersten Durchgang wurden die Augen von beiden Augenärzten untersucht. Nach dem zweiten Tropfdurchgang wurden wieder die Augen von beiden Ärzten untersucht. Dann durfte ich gehen.

Man soll sofort die Sonnebrille aufsetzen um die gelaserten Augen vor Umwelteinflüssen wie Staub, Wind und vor zu hellem Licht zu schützen. Ohne Sonnenbrille wäre es auch gar nicht gegangen. Außerdem braucht man eine Begleitperson. Auch wenn man Bus und Bahn nimmt, empfehle ich sehr, hier jemanden als Begleitung dabei zu haben. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich schon deutlich weiter in die Ferne sehen, als vor dem Eingriff. Wenn auch verschwommen und milchig, aber es war schon ein Erfolg zu verzeichnen.  Die Augen waren sehr lichtempfindlich. Sobald die Betäubung der Tropfen nachlässt, fangen die Augen an zu tränen und zu brennen, was völlig normal ist. Ich hatte damit kaum Probleme.  Wichtig ist, sich an den Tropfplan zu halten und jede Stunde zu tropfen. Innerhalb der ersten 4 Stunden verbessert sich alles noch einmal deutlich.

Brille4
Augen direkt nach dem Eingriff

Sonntag 07.05.17

Ich schlafe ja nie durch. Immer wenn ich aufgewacht bin, habe ich getropft. Die Augen fühlten sich leicht kratzig an. Wie ein Fremdkörpergefühl. Auch hatte ich am ersten postoperativen Tag morgens leichte Kopfschmerzen und Augenschmerzen. So, als hätte ich sehr schlecht geschlafen. An diesem Tag hatte ich auch direkt eine Nachuntersuchung. Es wurde wieder irgendwas gemessen, ein Sehtest durchgeführt und vom oprierenden Augenarzt gründlich untersucht. Bereits an diesem Tag hatte ich 100 % Sehkraft. Teilweise fühlten die Augen sich trocken an. Anstatt jede Stunde, tropfte ich schon alle 20-30 Minuten zur Befeuchtung. Antibiotika und Kortison sollten in der ersten Woche 4x täglich getropft werden. Der Kopfschmerz und Augenschmerz legte sich schnell. Mittags habe ich mich auch eine Stunde hingelegt und geschlafen.

Mittwoch 10.05.17

Am Morgen des 4. postoperativen Tages war mein rechtes Auge leicht verklebt. Es war nicht schlimm und wurde nach dem Tropfen auch gleich besser. Es hat sich über Nacht einfach etwas Sekret gesammelt und das ist getrocknet.

Donnerstag 11.05.17

Innerhalb einer Woche folgt die nächste Kontrolluntersuchung. Bis dahin hat sich das Sehen jeden Tag etwas verbessert. Die Augen wurden weniger lichtempfindlich. Jedoch waren sie sehr trocken. Dass die Augen manchmal morgens verklebt sind ist völlig normal und nicht weiter schlimm. Meine Sehkraft hatte sich seit der ersten Nachuntersuchung am Sonntag noch einmal verbessert! Yeah! Die letzte Nachuntersuchung habe ich im August. Dann wird man ein endgültiges Résumé ziehen. Ich blicke dem (- im wahrsten Sinne des Wortes -) vollkommen zuversichtlich entgegen.

Am zweiten Tag nach der OP z. B. war ich übrigens wieder im Büro und saß am PC. Ich habe alle 15 Minuten getropft. Sobald das kratzige Gefühl einsetzt, bedeutet es, das Auge braucht Flüssigkeit. Ansonsten hatte ich kaum Probleme mit drücken, kratzen oder brennen. Fazit nach genau einer Woche Samstag 13.05.17: außer dem trockenen Auge und dem 2 wöchigen Verbot für Augenmakeup habe ich keine Probleme! Es ist einfach ein ganz neues Lebensgefühl so ganz ohne Sehhilfe!

Lasik Augentropfen

Eine Augenlaserkorrektur bei Care Vision in Frankfurt kann ich jedem, der diesen Eingriff in Erwägung zieht (- und in der Nähe wohnt -), ans Herz legen. Ich war zu keinem Zeitpunkt skeptisch oder verunsichert. Das Team war jederzeit super nett und kompetent. Die Ärzte waren einfühlsam und alles lief sehr kontrolliert und koordiniert ab. Ich bin mit meiner Entscheidung mega glücklich!

Ist jemand unter euch, der sich lasern lassen hat oder es in Erwägung zieht? Falls ihr weitere Fragen habt, könnt ihr euch jederzeit an mich wenden, gerne auch per Mail.

xoxo

Eure Anjanka

Comments: 4

  1. Beauty and Pastels says:

    Oh Glückwunsch liebe Anjanka und ganz lieben Dank für die tolle Beschreibung. Ich bin auch ein Maulwurf mit +5,5 Dioptrien. Zur normalen Sicht in die Weite trage ich Linsen mit einer +3.75 – Stärke. Zur Nahsicht, also beim Arbeiten setze ich dann noch eine Brille mit zusätzlich +2 auf. Das ist mega-lästig und ich weiß nicht wie lange meine Augen die Linsen noch vertragen. Daher wäre Lasern für mich eine Alternative, für die ich absolut offen bin.
    Liebe Grüße
    Marion

    • Anjanka says:

      Oh ja, verstehe dass das nervig ist. Ich hatte auch Angst, dass ich irgendwann gar keine Linsen mehr vertrage. Und permanent Brille wäre für mich nicht gegangen. Habe mich immer gefühlt, als würde ich gegen eine Scheibe laufen.

  2. Tati says:

    Huhu Anjanka,

    wow, ein mutiger Schritt, finde ich. Ich freue mich, dass alles gut gelaufen ist. Ich trage schon länger eine Brille, habe mich aber für Kontaktlinsen entschieden, weil ich’s einfach bequemer finde. Meine Werte sind „leider“ nicht schlecht genug für eine Laserkorrektur. So scheidet das für mich aus, ich kann aber gut damit leben. :)

    Ein sehr interessanter Beitrag, allerdings bekomme ich bei sowas immer „Puddingbeine“. 😉

    Eine schöne Woche und herzliche Grüße – Tati

    • Anjanka says:

      Ich freu mich jeden Tag, dass ich das Schlafzimmer morgens scharf sehen kann, oder die Bäume in der Entfernung scharf sehe, Autokennzeichen… Unglaublich! Und wie gesagt, gar nicht schlimm gewesen. 😉

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *